"Östringen 22" soll den Personennahverkehr revolutionieren

Zündende Idee der Wicker-Wacker zur Fastnachtseröffnung

Nachdem Stuttgart 21 auf großen Widerstand gestoßen ist, ließen sich die Elferräte der Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker Östringen zur traditionellen Faschingseröffnung in puncto zukunftsfähiger Verkehrsentwicklung etwas Besseres einfallen: "Während die Schwaben in die Tiefe gehen wollen die Östringer in die Höhe!"

Zum Auftakt der „fünften Jahreszeit“ präsentierten die Gecken der Kraichgaustadt am 11.11. ihr kreatives und nicht ganz ernst gemeintes Konzept zu „Östringen 22“. Die bescheidenen Pläne sehen ein fünfzehnstöckiges Parkhaus in zentraler Lage bei der Musikschule vor, auf dessen Dachgeschoss sich die Talstation einer Seilbahn befindet.

Mit ihrer revolutionären Konstruktion wird die kühne Wicker-Wacker-Immobilie somit zur regelrechten Verkehrsdrehscheibe für Östringen - beispielsweise können die Schüler des großen Bildungszentrums künftig via Parkhaus direkt in die Innenstadt „einschweben“ und werden dort über eine Riesenrutsche wieder wohlbehalten zum Boden befördert. Der starke Verkehr, der die Östringer jahrein jahraus belastet, wird mit der Anlage maßgeblich gemindert, denn die „Personenbeförderungsumschlagstelle“ der Fastnachtszunft eröffnet zwischen Schulen, Sportpark, Freibad und den Einkaufsmöglichkeiten am westlichen Stadtrand den Luftweg, was natürlich zu Zeiten des Klimawandels sehr umweltfreundlich wäre und weniger Belästigungen der lärmgeplagten Bevölkerung zur Folge hätte.

Die ungewöhnliche Idee der findigen Elferräte soll natürlich schnellstmöglich umgesetzt werden. Wer weiß, vielleicht kann beim traditionellen Östringer Faschingsumzug am 5. März schon das Richtfest gefeiert werden.

(12.11.2010 / br.)

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