Östringer Fastnachtsumzug sorgte für närrischen Ausnahmezustand

 

So früh im Jahr wie selten erhielt der Östringer Fastnachtsumzug am Samstagnachmittag nun dennoch von den Wettergöttern einen himmlischen Steilpass mit strahlendem Sonnenschein und milder Vorfrühlingsatmosphäre, den die zighundert Teilnehmer aus der Kraichgaustadt und der Region sowie so viel Publikum wie vielleicht noch nie trefflich nutzten.

 

 

Mit stolzgeschwellter Brust konnte Oberzugmarschall Heinz Hassis von der Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker an die sechzig kunterbunt kostümierte Fußgruppen sowie fantasievoll ausstaffierte Motivwagen durch das Stadtzentrum zwischen Kirchberg und Waldbuckel geleiten, wo das Stimmungsbarometer von dem närrischen Spektakel gut drei Stunden lang zu neuen Rekordmarken getrieben wurde.

 

 

Aus aller Herren Länder waren die Teilnehmer in die Faschingshochburg am Freibach gekommen und hatten prompt keinerlei Verständigungsprobleme miteinander. Nicht nur, dass sich prächtige ägyptische Pharaos auf ein kesses Tänzchen mit schrill-bunten Paradiesvögeln, knallbunten Harlekins oder trendigen Schicki-Mickis einließen, nein, auch coole Alpenrocker, mexikanische Sombreroträger und Cowboys mit rauchenden Colts aus Wildwest verbrüderten sich spontan, während gar nicht schlappe Lappen aus dem hohen Norden gemeinsame Sache mit charmanten Geisterschwestern, den smarten Panzerknackern aus Entenhausen sowie orientalischen Schönheiten aus Tausendundeiner Nacht machten. Auch wer Dutzende Dalmatiner durch die Lüfte schweben sah, musste noch nicht an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln.

 

 

 

Das närrische Gewusel blieb stets in Bewegung, dafür sorgten schon die mitwirkenden Guggenorchester und vielfach hatten die Umzügler ihre Musik auch mit „an Bord“, so dass Teilnehmer und Zuschauer oft und gerne die Gelegenheit nutzten, zu Rock´n Roll oder den Ohrwürmern aus Hecks Hitparade eine heiße Sohle auf den Asphalt zu legen. Ein besonderes „Stimmungsnest“ gab es an der Georgstraße, wo Wicker-Wacker-Sitzungspräsident Markus Bender dem Publikum die teilnehmenden Gruppen vorstellte.

 

Als das quietschvergnügte Narrendefilee schließlich sein Ziel auf dem Waldbuckel erreicht hatte, wurde bei der Blau-Weiß-Faschingsfete vor und in der TSV-Halle noch lange weiter geschwoft. Auch dieses Jahr trugen Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Sicherheitsdienst, Jugendschutzteams sowie der städtische Bauhof maßgeblich zum reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung bei.

 

 

 

 

 

 

Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Stadt Östringen (br)