Wicker-Wacker stürmten das Östringer Rathaus

 

In Östringen übernahmen spätabends am „Schmotzigen“ Donnerstag die Elferräte der Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker die Regierungsgeschäfte, pflanzten vor dem Rathaus ihr Geckenbanner auf und nahmen Bürgermeister Felix Geider in Gewahrsam.
 
Im Schutz der Dunkelheit waren zunächst um 18.11 Uhr die Garden der Östringer Fastnachter auf den Kirchberg vorgerückt. Den nächsten Geländegewinn erzielte Wicker-Wacker-Boss Markus Bender, der flugs den Stadtbrunnen vor dem Rathaus erklommen hatte und von dort aus dem Schultes sein Ultimatum zur Herausgabe der Verwaltungsfestung stellte. Als Stadtchef Geider auf dem Rathausbalkon auch nach einer Schunkelrunde Bedenkzeit mit stimmungsvoller Guggenmusik der Dambacher Galgeveggel kein Einlenken zeigte, ließ Bender den renitenten Bürgermeister zur Freude des johlenden Publikums von seinen charmanten Gardeoffizieren kurzerhand in Arrest nehmen. 

In Ketten gelegt und mit einer offenkundig kräftig zwickenden Spanischen Geige um den Hals musste Felix Geider den Schuldspruch der Wicker-Wacker sowie deren närrische Gebote für den Rest der tollen Tage vernehmen und den Elferräten samt Gefolge notgedrungen sein Palais überlassen. Mit der Bewirtung der fröhlich feiernden Fastnachter warb der Bürgermeister zwar noch erfolgreich für eher milde Haftbedingungen, bis Aschermittwoch regieren in Östringen nun aber erst einmal nur noch die Wicker-Wacker.
 
 
 
Erfolgreiche Rathausstürmung - Bürgermeister Felix Geider wurde in Ketten und mit Halsgeige aus seiner Verwaltungsfestung auf den Kirchbergplatz geführt
 
 
 
Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Stadt Östringen (br)