Wicker-Wacker stellten ihren neuen Zunftorden vor

Auf ihren Jahresabzeichen nimmt sich die Östringer Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker in langer Tradition aktuellen kommunalen Themen an – das ist auch in der gerade begonnenen Kampagne 2015/2016 nicht anders. Beim neuen Zunftorden geht es nun um den geplanten Ausbau eines Kreisverkehrsplatzes an der Bundesstraße 292 auf Höhe des Industrieparks am westlichen Stadtrand. „Da kommen Bader und Winkels her - und schon kriegt Östringen `nen Kreisverkehr!“ heißt es auf der Medaille, die humorvoll darauf anspielt, dass es in der Kraichgaustadt anders als in vielen Nachbarkommunen bislang noch keine solche Verkehrsanlage gibt und es dafür offenbar erst der „Brummis“ der jüngst im Industriepark angesiedelten Großunternehmen bedarf.

 

Das Jahreszeichen der Östringer Gecken wurde jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den Räumlichkeiten des städtischen Heimatmuseums präsentiert, wo es auch eine vollständige Sammlung aller jemals erschienenen Faschingsorden der Wicker-Wacker gibt. Das aktuelle Zunftzeichen wurde einmal mehr vom Ehrenvorsitzenden Volker Habich gestaltet, der als Grundform für sein Werk auf das Stadtwappen zurückgegriffen hatte. Den sechsstrahligen Stern des ursprünglichen Motivs ersetzte Habich originell durch einen „dreistrahligen“ Kreisverkehr, der für die Bundesstraße und die Zufahrt aus dem Industriepark steht. Dass die zusätzlichen Laster womöglich für die Stadt auch eine Last sein könnten, setzt der Künstler einprägsam durch einen stilisierten Sattelzug in Szene, der die traditionelle Dorfmarke, einen Haken in Hufeisenform, unter die Räder nimmt.

 

Volker Habich klärte mit seiner neuesten Ordenskreation jetzt auch endgültig den alten Diskus der Gelehrten, ob das „Hufeisen“ des Östringer Wappens offene oder geschlossene Enden hat. Was dort seit eh und je hingehört, sind nämlich gar keine Enden, sondern vielmehr die schnatternden Enten der Wicker-Wacker, wie der neue Jahresorden nun eindrücklich unter Beweis stellt. Und somit könnte sich der thematische Kreis - jedenfalls nach Meinung der Wicker-Wacker-Elferräte - nun vollends schließen, würde den Innenbereich des neu geplanten Kreisverkehrs am Industriepark eines schönen Tages auch das Konterfei des Wappentiers der Östringer Karnevalsgesellschaft zieren. Eine Anregung, die Bürgermeister Felix Geider für die im kommenden Jahr anstehenden planerischen Detailüberlegungen für das Verkehrsprojekt nun schon mal ausdrücklich mit auf den Weg gegeben wurde.

 

Bei der Ordensvorstellung im Heimatmuseum v.l. Bürgermeister Felix Geider, Wicker-Wacker-Präsident Dominique Meid, Ehrenvorstand und Ordensschöpfer Volker Habich, Museumsleiter Karl-Heinz Breitner sowie Wicker-Wacker-Sitzungspräsident Markus Bender.

 

Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Stadt Östringen (br)