Erfolgreicher 17. Östringer Fastnachtsumzug - Wicker-Wacker-Umzug lockte die Massen an

 

Den ganzen Samstagnachmittag über befand sich die Östringer Stadtmitte während des mittlerweile schon siebzehnten Fastnachtsumzugs der Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker im närrischen Ausnahmezustand. Rund sechzig Zugnummern mit fantasievoll gestalteten Themenwagen und quietschbunt kostümierten Fußgruppen fügten auf den Straßen und Gassen zwischen Kirchberg und Waldbuckel ein farbenprächtiges Mosaik zusammen, das bei den vielen Tausend Schaulustigen bestens ankam.

 

 Auch die Garden waren zusammen mit dem Elferrat beim 17. Östringer Fastnachtsumzug am Start

 

Ihre Motive hatten die Umzugsteilnehmer aus allen Weltregionen entlehnt – flauschige Eskimos vom Polarkreis und süße Mozartkugeln aus Salzburg waren ebenso mit von der Partie wie adrette Bollenhutträgerinnen aus dem Schwarzwald, plüschige Bananenbieger aus dem Urwald und säbelrasselnde Piraten aus der Karibik.

 

Während die himmlischen Schleusen gottlob geschlossen blieben, sorgten beim Östringer Fastnachtsumzug knuffige Schneemänner und –frauen mit ihren in rauen Mengen aus der Arktis importierten weißen (Konfetti-)Pracht zwischenzeitlich für einen Wetterumschwung der besonderen Art.

 

Ortsbezogene Themen vertraten die Rathäusler, die in leuchtend orangefarbenen indischen Saris und Sherwanis „Grüße aus Bollywood“ zum vierzigsten Stadtgeburtstag übermittelten, und zudem die bunten „Früchtchen“ der Jugendmusikschule, die mit ihrem rollenden Marktstand gelungene Werbung in eigener Sache machten. Dass der „Schbass uff der Gass´“ am Fastnachtssamstag den Östringern eine Herzenssache ist, stellten die zahlreichen privat oder über Vereine organisierten Gruppen aus dem Ort eindrucksvoll unter Beweis, so beispielsweise die scheppernde „Blechbixäarmee“ aus der Augsburger Puppenkiste oder die Flower-Power-Hippies, die für „Love and Peace“ warben.


Zahlreiche Guggenmusiken aus der Region sorgten dafür, dass das Narrendefilee nie außer Tritt kam und bei etlichen Umzugswagen, die Musik sozusagen „an Bord“ hatten, wurde nach allen Regeln der Kunst abgerockt. Nach zweieinhalb kurzweiligen Stunden hatte der von Oberzugmarschall Heinz Hassis angeführte Gaudiwurm sein Ziel auf dem Waldbuckel erreicht, wo bei der Blau-Weiß-Faschingsfete noch lange weiter gefeiert wurde.

 

Zum reibungslosen Ablauf trugen Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bauhof, Sicherheitsdienst und Jugendschutzteams maßgeblich bei. Zehn Heranwachsende, die zu viel Alkohol konsumiert hatten, mussten vorübergehend in Obhut genommen werden.

 

Text mit freundlicher Genehmigung der Stadt Östringen (br)