Östringer Fastnachtsumzug begeisterte tausende Schaulustige

 

Pünktlich zum Beginn des mittlerweile sechzehnten Östringer Fastnachtsumzugs kam am Samstagnachmittag auch die Sonne zum Vorschein und die Faschingsfreunde aus der ganzen Region, die mit dem sechzig Nummern starken Gaudiwurm unterwegs waren, revanchierten sich für den Vorschuss der Wettergötter mit einer farbenprächtigen und funkensprühenden Narrenparade bester Sorte. Tausende zumeist auch selbst kunterbunt kostümierte Zuschauer bejubelten entlang der von den Anwohnern liebevoll geschmückten Straßen und Gassen zwischen Kirchberg und Waldbuckel die Motivwagen und Fußgruppen des von Oberzugmarschall Heinz Hassis jun. angeführten Geckenzugs.

 

 

Die pfiffigen Ideen und die Anregungen für ihre fantasievollen Verkleidungen hatten die Akteure aus allen möglichen Quellen geschöpft. Flauschige Eisbären auf der Flucht vor dem Klimawandel, flippige Hippies mit Flowerpower und behörnte Wikinger auf Beutezug waren ebenso mit von der Partie wie knallbunte Clowns, säbelrasselnde Freibeuter, durstige Vampire und geheimnisvolle Waldgeister.

 

 

Beim Östringer Umzug bekamen TV-Formate wie das Dschungelcamp ebenso ihr Fett weg wie Bildungspolitiker und ihre in allzu kurzen Abständen aufeinander folgenden Schulreformen. Eine besondere Augenweide waren beim Narrendefilee in der Kraichgaustadt unter anderem fantasievolle Drachenfänger oder bezaubernde Schneeflocken, die vor einer überdimensionalen Raumfähre ein Tänzchen mit den Astronauten wagten. Die außerhalb der „fünften Jahreszeit“ vorhandenen Sprachbarrieren zwischen Stadtaffen, Löwen, Hausziegen, Schafen und allerhand Federvieh spielten am Wochenende offenkundig keine Rolle und wer am Wegesrand nicht aufpasste, wurde zum sichtlichen Vergnügen des Publikums von hinterlistigen Haushexen wie ein Christbaum eingenetzt.

 

 

Zahlreiche Guggenmusiken und Blaskapellen aus der Region sorgten im Verbund mit rollenden Discos dafür, dass das ausgelassen-fröhliche Gewusel nie zum Stillstand kam. Neben etlichen Östringer Ortsvereinen waren einmal mehr auch viele privat organisierte Gruppen aus der Kraichgaustadt zahlenmäßig stark vertreten. Die einheimischen Aktiven wie die „Buwä & Maid“, die „Eschdringer Schlabä“, die „Samenbomber“, die „Schlappschnudä“, die „schrägen Vögel“ der Musikschule, die Truppe „Mir sen´s“ vom Rathaus oder die Abordnungen vom Leibniz-Gymnasium, um nur einige zu nennen, sind mit ihren Beiträgen immer wieder die entscheidende Basis für einen gelungenen Faschingsumzug ganz nach dem Motto „Viel Schbass uff der Gass´“

 

 

Zum reibungslosen Ablauf trugen die gut organisierten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und Bauhof maßgeblich bei. Einen prima Job machten einmal mehr auch die Jugendschutzteams, die mit ihrer Präsenz unerlaubtem Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen entgegen wirkten.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Bericht und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Stadt Östringen (br)