Unser Orden 2013 - "Dä Freibach wäd saniert"

 

Wird der Freibach schiffbar gemacht? Keines Wegs!

Schon Jahrzehnte hatte die Stadt Östringen immer wieder mit Überflutungsschäden zu kämpfen, die aufgrund des geringen Abflussquerschnitts der Verdolungen auch nicht schadlos abgeführt werden konnten. Besonders das Unterdorf war hiervon betroffen. Grund war die streckenweise Verdolung des Freibachs in den 50iger und 60iger Jahren. Bei Starkregen wurden in der Allmendstr. und in der Hauptstrasse regelmässig die Doldeckel hochgedrückt und das Regenwasser bahnte sich seinen Weg auf der Straße, bzw. drückte in die Keller der Anwohner. Das ganze gipfelte im März 2002 schließlich in großen Überschwemmungen, die verheerende Schäden nach sich zogen als der Ort großflächig überflutet wurde.Damals floss das Schlammwasser des Jahrhundertregens 10 Zentimeter hoch die Kuhngasse herunter und vom Alten Weg her in den Ortskern. Teilweise stand das Wasser so hoch, dass ganze Fahrzeuge in den Fluten verschwanden und die Feuerwehr Boote einsetzen musste, um zu einigen Einsatzorten zu gelangen.

 

„Die Stadt Östringen hat nach diesen Überschwemmungen ein Hochwasserschutzkonzept errichtet, welches auch den Klimawandel mit berücksichtigt. Ein Teil der Massnahme ist nun die Freilegung des Freibachs, um besonders bei Starkregen das Wasser im Bereich vom Alten Weg , durch die Ortsmitte und die Allmendstrasse bis zur Kläranlage oberflächig  in einem breiteren und an beiden Seiten mit Quadersteinen befestigten Bachbett abführen zu können. Der Bach wird dadurch auch wieder erlebbar und Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen werden geschaffen. „Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass  Hochwasserschutz mit dem Naturschutz zu vereinbaren ist“, so BW-Umweltminister Untersteller.

 

Die Massnahmen zur Freilegung des Freibachs auf einer Länge von 1,9 km, werden vom Land BW mit 3,4 Mio. Euro gefördert. Der grundlegende Um- und Ausbau des Freibach inspirierte unseren „Ordenserschaffer“ und Ehrenvorsitzenden Volker Habich zur Gestaltung des Jahresordens 2013. Da war der Gedanke nicht weit weg: Wasser-Ente-Wappentier und das Stadtwappen obendrauf. Die Ente etwas modernisiert und abstrahiert, recht bunt gestaltet, ein selbsterklärender Spruch auf einer symbolisierten Welle - fertig war der Orden 2013.